Muttertag

Muttertag ist ein schöner Anlass, um Danke zu sagen. Blumen und kleine Gesten gehören dazu. Doch echte Wertschätzung für Mütter, Eltern, Alleinerziehende, pflegende Angehörige und alle, die Sorgearbeit leisten, zeigt sich vor allem in politischen Entscheidungen.

Immer dann, wenn bei Leistungen wie dem Elterngeld, bei Angeboten für Kinder und Jugendliche, in der Pflege oder bei der Unterstützung von Angehörigen gekürzt wird, trifft das besonders diejenigen, die im Alltag ohnehin große Verantwortung tragen. Und je stärker Familien oder Pflegende auf Unterstützung angewiesen sind, desto gravierender wirken sich solche Einschnitte aus.

Auch auf kommunaler Ebene können wir nicht alle Versäumnisse von Bund und Land ausgleichen. Aber wir können vor Ort die Rahmenbedingungen verbessern – konkret und spürbar im Alltag der Menschen.

Für mich bedeutet eine familienfreundliche Gemeinde vor allem: einfache und verständliche Verwaltungsprozesse, digitale Angebote, klare Zuständigkeiten und eine Kommunikation, die nachvollziehbar ist. Ebenso wichtig ist eine Verwaltung, die zuhört und die Lebensrealitäten der Menschen ernst nimmt.

Darüber hinaus möchte ich Kommunalpolitik so gestalten, dass mehr Menschen sich beteiligen können. Dazu gehören familienfreundlichere Sitzungszeiten, hybride Formate, wo sie möglich sind, faire Betreuungspauschalen sowie mehr Beteiligungsmöglichkeiten für diejenigen, die bisher oft außen vor bleiben.

Denn wer sich einbringen möchte, sollte nicht daran scheitern, dass Kinder betreut, Angehörige gepflegt oder Beruf und Ehrenamt miteinander vereinbart werden müssen.

Wertschätzung zeigt sich nicht nur in Worten, sondern in Entscheidungen.

Deshalb interessiert mich Ihre Perspektive: Was würde Sie im Alltag wirklich entlasten? Was müsste sich in Adendorf und Erbstorf verändern, damit Familie, Pflege, Beruf und Ehrenamt besser zusammenpassen?

Ich freue mich über Ihre Anregungen und den Austausch.

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